Wikileaks Enthüllungsplattform

Die Enthüllungsplattform Wikileaks ist bereits vor einigen Jahren bekannt geworden. Der Ablauf von Wikileaks ist beinahe banal aber umso wirkungsvoller. Im Praktischen können auf der Enthüllungsplattform anonym Dokumente hochgeladen werden, die dann -sofern ein öffentliches Interesse besteht- veröffentlicht werden. Hierbei handelt es sich häufig um brisante Informationen, die zuvor als Geheimhaltung, Verschlusssache galten oder in sonst einer Form zensiert waren. Wikileaks gab in seinem Motto immer an: Dem unethischen Verhalten von Regierungen und Unternehmen entgegentreten zu wollen. Dieses geschieht durch die Veröffentlichung der oben erwähnten Dokumente. Dabei geht es aber auch um den Schutz der Informanten, die keinesfalls öffentlich oder sonst wie genannt werden sollten. Wikileaks verursachte vor allem bei den US-Behörden ungeahnte Aufmerksamkeit. Was unter anderem dazu führte, das sei Ende 2010 keine Unterlagen mehr hochgeladen werden können. Ein Jahr später wurde auch die Veröffentlichung von Dokumenten kurzweilig komplett ausgesetzt.

Assange - Wikileaks [Bild: andygee1/Flickr.]

Kerngedanke von Wikileaks

Für Wikileaks stand folgender Kerngedanke im Fokus des Handelns: Einen freien Zugang auf öffentliche Angelegenheiten zu schaffen. Frühere Projekte wie Cryptome oder CL-Netz, die ebenfalls das Ziel verfolgten, wurden durch Wikileaks erweitert. Der Name kam recht einfach zu Stande. So wurde die Kommentierung und das veröffentlichen von Inhalten früher zeitweise in einem Wiki bearbeitet. Die Erweiterung Leaks hingegen steht für Löcher, Lecks oder einfach gesagt undichte Stellen. Hieraus entstand der Name Wikileaks.

Wikileaks wurde bereits 2006 gegründet. Wer was wie und wann gegründet hat ist jedoch sehr umstritten. So gibt es die Vermutbarung, das Wikileaks von chinesischen Dissidenten und Journalisten aus Taiwan, USA; Europa und anderen Ländern gegründet wurde. Hieran bestehen aber bis heute erhebliche Zweifel. Die eigentlichen Gründer hingegen sind bis heute anonym. Bekannt ist nur die Repräsentationsfigur, sprich Julian Assange. Welche Rolle er bei Wikileaks spielt und spielte ist aber ebenfalls unklar. Einige sehen ihn als die treibende Kraft und den Initiator, andere als reine Repräsentationsfigur ohne Kontrolle über Wikileaks.

Schon im Jahr 2009 wurde Wikileaks zu einer zentralen Sammelstelle für alle öffentlichen Dokumente, die als Geheim eingestuft wurden. Über 1,2 Millionen Dokumente sammelten sich bei Wikileaks. Einige Regierungen sperrten den Zugang zur Seite. Dazu gehörten China, Israel, Russland und zum Beispiel auch Thailand. Ende 2009 stellte Assange seine Plattform näher in Berlin vor und wollte in Island einen Datenhafen einrichten. Allerdings ergaben sich häufig Finanzierungsprobleme. So wurde die Seite Wikileaks.org mehrfach inaktiv geschaltet, das die Budgets aufgebraucht waren. Erst im Jahr 2010 gründete Wikileaks in Reykjavik eine Gesellschaft, wobei unsicher war, ob diese als Entgegennahme von Spenden dienen sollte oder als Basis für den Informationsdienst.

Anonymität endet

Doch die Anonymität endete bereits Ende 2010. Es gab kaum noch eine Möglichkeit, Daten auf gesichertem Wege zu Wikileaks zu senden. 2011 kam es sogar zu einer Abspaltung. 2011 kündigte Assange dann erneut ein sicheres System ein, mit dem anonym Daten eingereicht werden sollten. Wenig später wurde aber bekanntgegeben, dass die Veröffentlichung von geheimen Daten zunächst ausgesetzt werden soll. Gleichzeitig fielen die monatlichen Spenden von über 70.000 Euro auf unter 5.000 Euro. Pro Jahr benötigt Wikileaks aber über 500.000 Euro für den laufenden Betrieb. Auch einige Zahlungsanbieter wie MasterCard und Visa sperrten den Zugang und blockierten damit zahlreiche Spendengelder über Monate.

Wikileaks Inhalte



Wikileaks [Bild: mark burban/Flickr.]

Wikileaks [Bild: donkeyhotkey/Flickr.]

Wikileaks [Bild: eddie/Flickr.]

Wikileaks [Bild: capt-howdy/Flickr.]